Gefiltert nach Ordoliberalismus

Privatisierung Infrastruktur: Warum Netze in staatliche Hand gehören

Die Privatisierung von Infrastruktur — von Schienennetzen über die Wasserversorgung bis hin zu Stromtrassen — gilt in der politischen Debatte oft als Effizienzgewinn. Die empirische und ökonomische Realität zeigt jedoch das Gegenteil: Überall dort, wo natürliche Monopole entstehen, führt Privatisierung nicht zu mehr Wettbewerb, sondern zu Monopolrenditen, Unterinvestitionen und staatlicher Regulierungsohnmacht. Die Organisation, Finanzierung und Steuerung netzgebundener Infrastrukturen bilden das fundamentale Rückgrat jeder modernen Volkswirtschaft. Infrastruktur darf daher nicht als isoliertes Bauprojekt betrachtet werden, sondern muss als systemische Weichenstellung verstanden werden, die über die langfristige Funktionsfähigkeit von Märkten und die Resilienz staatlicher Steuerung entscheidet.